Autor.in: Daniel Hechler

Wissenstransfer und Hochschulentwicklung – Impulse aus der Hochschulforschung

Welche Impulse können Erkenntnisse aus der Forschung den Hochschulen für ihre eigene Weiterentwicklung geben? Diese Frage steht im Mittelpunkt der neuen Ausgabe der „hochschule“. Damit das zur Verfügung stehende Wissen auf der Handlungsebene wirksam werden kann, sind geeignete Formen des Theorie-Praxis-Transfers notwendig. Umgekehrt ist es aber genauso wichtig, dass die Praxis ihrerseits Impulse in die Forschung einbringen kann und der Wissenstransfer somit zu einem Austauschprozess wird.

die hochschule 1/2021

Das themenoffene Heft enthält u.a. einen Beitrag, in dem die hohen Erwartungen an deutsch-chinesische Wissenschaftskooperationen mit den konkreten Kooperationserfahrungen deutscher Wissenschaftler.innen kontrastiert werden. Angesichts pandemiebedingter Partizipationsmüdigkeit sei hier auch auf den Beitrag hingewiesen, der studentische Protestbewegungen in einem langen zeitlichen Bogen vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart analysiert. Forum FORUM

Ausstieg aus der Wissenschaft

Üblicherweise gilt der Abschluss einer Promotion als Start einer akademischen Laufbahn. Heute ist sie nur noch eine Eintrittsbedingung unter vielen. An diesem Punkt erfolgt – mit und ohne erfolgreichen Abschluss – oftmals ein Ausstieg aus der Wissenschaft. Dieser kann keineswegs unter den Begriff „Scheitern“ subsummiert werden, sondern muss als vielschichtiger Prozess mit hilfreichen, aber auch erschwerenden Begleitumständen verstanden werden. Um strukturelle Bedingungen, die bspw. einen geplanten Ausstieg deutlich vereinfachen, bereitstellen zu können, müsste sich an Hochschulen jedoch einiges ändern. Inhalt AUSSTIEG AUS DER WISSENSCHAFT FORUM PUBLIKATIONEN Peer Pasternack, Daniel Hechler: Bibliografie: Wissenschaft & Hochschulen in Ostdeutschland seit 1945

Prozesse der Akademisierung. Zu Gegenständen, Wirkmechanismen und Folgen hochschulischer Bildung

Das Schwerpunktheft der „hochschule“ zur Akademisierung zeigt, wie auf verschiedenen Ebenen des Hochschulsystems mit der Bildungsexpansion nicht nur umgegangen, sondern diese auch genutzt und sogar selbst gefördert wird – nicht zuletzt dadurch, immer neue Themenfelder zu erschließen und zum Gegenstand eines akademischen, letztlich curricularisierbaren Interesses zu erheben. Dies bleibt nicht ohne Rückwirkungen auf die beruflichen Handlungsfelder.

Arbeit an den Grenzen. Internes und externes Schnittstellenmanagement an Hochschulen

Innen und Außen des Hoch­schul­sys­tems stel­len eine sehr mani­feste Grenze dar. Da bei­de je­doch über Fi­nan­zie­rung, Recht­set­zung, Legi­ti­ma­ti­ons­be­dar­fe und zer­ti­fi­kats­ge­bun­dene Be­rechtigungs­struk­tur­en struk­turell ge­kop­pelt sind, ist diese Gren­ze zu be­wirt­schaf­ten. Das ge­schieht, wie auch sonst, kon­flikt­haft: in der Gegen­über­stel­lung von Ge­sell­schaft und Wiss­en­schaft, in der Kon­kur­renz von Quali­täts- und Re­le­vanz­orien­tierung der Wis­sen­schaft und den wahl­weise ver- oder ent­schärfenden Be­mühungen, diese An­ord­nungen steuernd in den Griff zu be­kom­men. Wie die Be­wirt­schaf­tung der Binnen- und Außen­gren­zen an Hoch­schulen ge- und miss­lingt, be­han­delt die neue Aus­ga­be der „hoch­schule“.Digitalisierung verändert das Zusammen­leben auf so­zi­a­ler, po­li­ti­scher und wirt­schaft­licher Ebene. Die­se Medien­re­vo­lu­tion, die sich mit der Durch­setzung der Wis­sens­ge­sell­schaft ver­bin­det, stellt die Or­ga­ni­sa­tion Hoch­schule vor neu­artige Her­aus­for­derungen. Wie da­bei die Or­ga­ni­sa­tion die Di­gi­ta­li­sierung limi­tiert bzw. die Di­gi­ta­li­sierung Or­ga­ni­sa­tions­wan­del er­for­dert, steht im Mit­tel­punkt der neu­en „hoch­schule“. Zen­tral ist die ganz­heit­liche Be­trach­tung elek­tro­nischer Hoch­schulöko­sys­teme, die ein­gebet­tet wird einer­seits in den Rah­men eines sich digital ent­gren­zen­den Wis­sen­schafts­sys­tems, an­derer­seits in die Be­trach­tung der Hoch­schu­le als ‚schwie­riger‘ Or­ga­ni­sation.

Einszweivierpunktnull. Digitalisierung von Hochschule als Organisationsproblem – Folge 2

Digitalisierung verändert das Zusammen­leben auf so­zi­a­ler, po­li­ti­scher und wirt­schaft­licher Ebene. Die­se Medien­re­vo­lu­tion, die sich mit der Durch­setzung der Wis­sens­ge­sell­schaft ver­bin­det, stellt die Or­ga­ni­sa­tion Hoch­schule vor neu­artige Her­aus­for­derungen. Wie da­bei die Or­ga­ni­sa­tion die Di­gi­ta­li­sierung limi­tiert bzw. die Di­gi­ta­li­sierung Or­ga­ni­sa­tions­wan­del er­for­dert, steht im Mit­tel­punkt der neu­en „hoch­schule“. Zen­tral ist die ganz­heit­liche Be­trach­tung elek­tro­nischer Hoch­schulöko­sys­teme, die ein­gebet­tet wird einer­seits in den Rah­men eines sich digital ent­gren­zen­den Wis­sen­schafts­sys­tems, an­derer­seits in die Be­trach­tung der Hoch­schu­le als ‚schwie­riger‘ Or­ga­ni­sation.

Einszweivierpunktnull. Digitalisierung von Hochschule als Organisationsproblem – Folge 1

Digitalisierung verändert das Zusammenleben auf sozialer, politischer und wirtschaftlicher Ebene. Diese Medienrevolution, die sich mit der Durchsetzung der Wissensgesellschaft verbindet, stellt die Organisation Hochschule vor neuartige Herausforderungen. Wie dabei die Organisation die Digitalisierung limitiert bzw. die Digitalisierung Organisationswandel erfordert – diese Fragen stehen 2017 im Mittelpunkt der beiden Hefte der „hochschule“. Zentral ist die ganzheitliche Betrachtung elektronischer Hochschulökosysteme, die eingebettet wird einerseits in den Rahmen eines sich digital entgrenzenden Wissenschaftssystems, andererseits in die Betrachtung der Hochschule als ‚schwieriger‘ Organisation. Inhalt EINSZWEIVIERPUNKTNULLDIGITALISIERUNG VON HOCHSCHULE ALS ORGANISATIONSPROBLEM FORUM GESCHICHTE PUBLIKATIONEN

Akademische Freiheit. ‚Core Value’ in Forschung, Lehre und Studium

Akademische Freiheit gehört zu den ‚core values‘ von Hochschulen. Sie bildet einen zentralen berufsethischen Referenzpunkt in Forschung, Lehre und Studium. Da die akademische Freiheit jedoch nicht immer umfassend gelten kann und in komplexen Situationen oftmals strapaziert werden muss, bleibt sie stets in der Diskussion: Trotz langer Tradition ist sie in der konkreten Auslegung umstritten – und wird immer wieder als bedroht erlebt. Dies gilt nicht zuletzt im Kontext des Bologna-Prozesses, bei Fragen der Finanzierung oder der institutionellen und inneren Unabhängigkeit. Diesem Spannungsfeld widmet sich diese Ausgabe der „hochschule“. Inhalt AKADEMISCHE FREIHEIT. ‚CORE VALUE‘ IN FORSCHUNG, LEHRE UND STUDIUM FORUM GESCHICHTE WEITERLESEN →

Gestaltende Hochschulen. Beiträge und Entwicklungen der Third Mission

Hoch­schulen pro­du­zieren über ihre Kern­mis­sio­nen in Leh­re und For­schung hin­aus wert­volle Bei­träge für die Ge­sell­schaft. Die­sen Leistungen der Hoch­schulen – ihrer Third Mis­sion – wid­met sich das ge­mein­sam vom HoF und CHE her­aus­ge­gebene Heft der „hoch­schule“. Be­leuch­tet wer­den zum einen die ver­än­der­ten Rah­men­be­din­gungen des Wis­sen­schafts­sys­tems, die eine grö­ßere Re­sonanz­fähig­keit der Hoch­schulen für ge­sell­schaft­liche Auf­gaben er­forder­lich machen. Zum anderen wei­sen bis­herige Ver­suche, die Third Mis­sion von Hoch­schulen zu er­fas­sen, große De­fi­zite auf. Daher werden Mög­lich­keiten son­diert, die­se Leis­tungen bes­ser zu do­ku­men­tieren und für Be­wer­tungen zu­gäng­lich zu machen.

Ein Vierteljahrhundert später. Zur politischen Geschichte der DDR‐Wissenschaft

Auch 25 Jahre nach ihrem Ende weckt die Hoch­schul- und Wissen­schafts­ge­schichte der DDR nicht nur das Inter­esse der Zeit­zeugen, sondern auch von seiner­zeit an ihr Nicht­be­teilig­ten. Davon zeugt nicht zu­letzt die Viel­zahl ein­schlägiger Disser­tationen von Nach­wuchs­wis­sen­schaft­lerInnen. Wie lebendig dieses Themenfeld ist, ver­deutlicht der Schwerpunkt dieses Heftes. Dafür wurden Autor­innen und Autoren von jüngeren Unter­suchungen ein­ge­laden, ihre zentralen Er­geb­nisse zu­sam­men­zu­fas­sen. Der Themen­schwer­punkt präsentiert mithin einen Quer­schnitt durch aktuelle Forschungen zur DDR-Hochschul- und Wis­sen­schafts­ge­schich­te, deren Themen nach wie vor nicht er­schöpft sind.