Autor.in: Erhard Stölting

Hochschule und Profession

Das Heft 1/2005 will eine profes­sionalisierungs­theoretische Diskussion im Kontext der Hochschul­forschung anstoßen. Bislang haben professions­soziologische Analysen kaum Eingang in die Debatte um Hoch­schulen und ihre Reformen gefunden. Dies scheint aber aus zweierlei Gründen notwendig. Zum einen bedarf es dringend einer Kritik des hochschul­politischen Profes­sionalisierungs­jargons. Denn im Kontext der ein­ge­leiteten Struktur­veränderungen im deutschen Hochschul­wesen scheint die Be­rufung auf den Profes­sionalisierungs­begriff einem Legitimations­interesse geschuldet. Die klassischen soziologischen Modelle einer profes­sionalisierten Berufs­praxis werden dabei geradezu konterkariert: die geplanten Reformen, die regelmäßig als Profes­sionalisierung der Hochschulen ge­priesen werden, sind auf alles andere ge­richtet als auf die Stärkung einer profes­sions­ethisch gebundenen, eigen­logischen, beruflich autonomen Handlungs­sphäre von Forschung und Lehre.

die hochschule 2/2002

Das Heft bietet eine vielfältige Palette von grundlegenden Aufsätzen zur Hochschulforschung, Hochschulreform und Hochschulpolitik.

Den Anfang macht Reinhard Kreckel, der mit seinen 12 Thesen zur Universitäts­reform das tat­sächliche und zukünftige Verhältnis von Universitäten und Fach­hoch­schulen genauer be­leuchtet. Zu diesen 12 Thesen nehmen Detlef Müller-Böling und Johanna Wanka kritisch Stellung. Neben weiteren Beträgen zu den Grund­satz­diskussionen um Hoch­schulen, Qualität und Organisation gibt es Auf­sätze zu Aspekten der DDR-Ver­gangen­heit sowie einen Länder­bericht zur Lage und zur Ent­wicklung der Hoch­schulen in Belarus.