Aufsätze zur Hochschulforschung, Hochschulreform und Hochschulpolitik
Die neue Ausgabe der Zeitschrift „die hochschule“ bietet eine vielfältige Palette von grundlegenden Aufsätzen zur Hochschulforschung, Hochschulreform und Hochschulpolitik.
Die neue Ausgabe der Zeitschrift „die hochschule“ bietet eine vielfältige Palette von grundlegenden Aufsätzen zur Hochschulforschung, Hochschulreform und Hochschulpolitik.
In diesem Heft geht es im Schwerpunkt um das Studium der Natur- und Technikwissenschaften in Europa. Dieser Themenschwerpunkt ist eine gemeinsame Produktion mit drei weiteren europäischen Zeitschriften, dem “European Journal of Education”, der “Politiques d’éducation et de formation” und dem “European Journal of Vocational Training”. Diese Zeitschriften und ihre herausgebenden Institute sind Bestandteil von REDCOM (Réseau européen de dissémination en éducation comparée), dem 2004 gegründeten Europäischen Netzwerk für die Verbreitung vergleichender Bildungsforschung. Jean Gordon stellt einleitend REDCOM vor, während Bernard Convert in die Konjunkturen und Krisen des natur- und technikwissenschaftlichen Studiums in Europa einführt. Drei Fallstudien befassen sich sodann mit Frankreich, den Niederlanden und Deutschland. Weitere Beiträge des Heftes sind u.a. von John W. Meyer und Evan Schofer über die globale Expansion der Universitäten im 20. Jahrhundert und von Hans R. Friedrich über den Bologna-Prozess nach Bergen.
Gleichstellungspolitik ist kein neues Thema im Hochschulbereich; neu sind hingegen die Strategien, die zum Ziel der Gleichstellung führen sollen. Etikettiert werden diese Strategien mit modern und professionell klingenden Begriffen, die allerdings dem interessierten Publikum weitgehend unbekannt sind. Mag das Konzept “Gender Mainstreaming” mittlerweile einigermaßen geläufig sein, so stoßen Begriffskonstruktionen wie “Managing Diversity”, “Gender Mentoring” oder gar “Gender Impact Assessment” zumeist auf Unkenntnis. Hier tut Aufklärung not. Die Vermittlung von gleichstellungspolitischem Reformvokabular ist aber nur das eine, das andere ist die Analyse der Chancen, Risiken und Nebenwirkungen dieser neuen Strategien der Gleichstellungspolitik. Beides hat sich dieses Heft zur Aufgabe gemacht.
Internationalisierung ist an sich kein neues Thema im Politikfeld Hochschule, aber die Entwicklungen der letzten Zeit, Stichwörter hierzu sind GATS (General Agreement on Trade in Services), und der fortschreitende sog. Bologna-Prozess, der insbesondere eine “Harmonisierung” der Studiengänge in Europa forciert, drücken das Thema weiterhin nach ganz oben auf die hochschulpolitische Tagesordnung.
Jenseits der – zwangsläufig recht oberflächlichen – tagespolitischen Diskussion werden in den Beiträgen dieses Heftes zum Themenschwerpunkt “Grenzüberschreitungen – Internationalisierung im Hochschulbereich” verschiedene Probleme der Europäisierung, Internationalisierung und Globalisierung aus der Perspektive der Hochschulforschung wie auch der Hochschulpraxis eingehend erörtert.