Autor.in: Julia Reuter

Wissenstransfer und Hochschulentwicklung – Impulse aus der Hochschulforschung

Welche Impulse können Erkenntnisse aus der Forschung den Hochschulen für ihre eigene Weiterentwicklung geben? Diese Frage steht im Mittelpunkt der neuen Ausgabe der „hochschule“. Damit das zur Verfügung stehende Wissen auf der Handlungsebene wirksam werden kann, sind geeignete Formen des Theorie-Praxis-Transfers notwendig. Umgekehrt ist es aber genauso wichtig, dass die Praxis ihrerseits Impulse in die Forschung einbringen kann und der Wissenstransfer somit zu einem Austauschprozess wird.

Arbeit an den Grenzen. Internes und externes Schnittstellenmanagement an Hochschulen

Innen und Außen des Hoch­schul­sys­tems stel­len eine sehr mani­feste Grenze dar. Da bei­de je­doch über Fi­nan­zie­rung, Recht­set­zung, Legi­ti­ma­ti­ons­be­dar­fe und zer­ti­fi­kats­ge­bun­dene Be­rechtigungs­struk­tur­en struk­turell ge­kop­pelt sind, ist diese Gren­ze zu be­wirt­schaf­ten. Das ge­schieht, wie auch sonst, kon­flikt­haft: in der Gegen­über­stel­lung von Ge­sell­schaft und Wiss­en­schaft, in der Kon­kur­renz von Quali­täts- und Re­le­vanz­orien­tierung der Wis­sen­schaft und den wahl­weise ver- oder ent­schärfenden Be­mühungen, diese An­ord­nungen steuernd in den Griff zu be­kom­men. Wie die Be­wirt­schaf­tung der Binnen- und Außen­gren­zen an Hoch­schulen ge- und miss­lingt, be­han­delt die neue Aus­ga­be der „hoch­schule“.Digitalisierung verändert das Zusammen­leben auf so­zi­a­ler, po­li­ti­scher und wirt­schaft­licher Ebene. Die­se Medien­re­vo­lu­tion, die sich mit der Durch­setzung der Wis­sens­ge­sell­schaft ver­bin­det, stellt die Or­ga­ni­sa­tion Hoch­schule vor neu­artige Her­aus­for­derungen. Wie da­bei die Or­ga­ni­sa­tion die Di­gi­ta­li­sierung limi­tiert bzw. die Di­gi­ta­li­sierung Or­ga­ni­sa­tions­wan­del er­for­dert, steht im Mit­tel­punkt der neu­en „hoch­schule“. Zen­tral ist die ganz­heit­liche Be­trach­tung elek­tro­nischer Hoch­schulöko­sys­teme, die ein­gebet­tet wird einer­seits in den Rah­men eines sich digital ent­gren­zen­den Wis­sen­schafts­sys­tems, an­derer­seits in die Be­trach­tung der Hoch­schu­le als ‚schwie­riger‘ Or­ga­ni­sation.