Autor.in: Michael Hölscher

Sonderdruck – Mehr Evidenz statt Einbildung zu Künstlicher Intelligenz in Hochschule und Wissenschaft

Künstliche Intelligenz hält rasant Einzug in Hochschulen und Wissenschaft – begleitet von großen Versprechen, aber oft geringer Evidenz. Der vorliegende Artikel zeigt, warum es jetzt eine nüchterne, empirisch fundierte Auseinandersetzung braucht, um technologische Heilsnarrative von realen Potenzialen und Risiken zu unterscheiden. Die Autor*innengruppe entwickelt zehn Thesen zu den zukünftigen Aufgaben der Hochschulforschung: von Fragen der Agency über Veränderungen in Forschung, Lehre und Governance bis hin zu infrastrukturellen Herausforderungen. Im Zentrum steht die Rolle der Hochschulen als Orte kritischer Reflexion.

Wissenstransfer und Hochschulentwicklung – Impulse aus der Hochschulforschung

Welche Impulse können Erkenntnisse aus der Forschung den Hochschulen für ihre eigene Weiterentwicklung geben? Diese Frage steht im Mittelpunkt der neuen Ausgabe der „hochschule“. Damit das zur Verfügung stehende Wissen auf der Handlungsebene wirksam werden kann, sind geeignete Formen des Theorie-Praxis-Transfers notwendig. Umgekehrt ist es aber genauso wichtig, dass die Praxis ihrerseits Impulse in die Forschung einbringen kann und der Wissenstransfer somit zu einem Austauschprozess wird.

Verwandlung durch Verhandlung? Kontraktsteuerung im Hochschulsektor

Zehn Jahre nach dem ersten Hochschulpakt und den ersten Zielvereinbarungen zwischen Hochschulen und Landesregierungen veröffentlicht „die hochschule“ eine Zwischenbilanz zur Kontraktsteuerung. Im Themenschwerpunkt des Heftes 2/2006 wird der Stand der Forschung zu vertragsförmigen Vereinbarungen sowohl zwischen Landesregierung und Hochschulen als auch organisationsintern zwischen Hochschul- und Fakultätsleitungen zusammengefasst und kritisch reflektiert.

Universitäre Forschung im Wandel

Das Heft 1/2006 der Zeitschrift „die hochschule. journal für wissenschaft und bildung“ beschäftigt sich mit zentralen Aspekten des Wandels der universitären Forschung. Gerade in den letzten Jahren sind verstärkt Forderungen nach einem grundlegenden Wandel der an Universitäten betriebenen Forschung laut geworden. An die Stelle des traditionellen Forschungsideals der zweckfreien Grundlagenforschung tritt die Erwartung, dass sich die Forschung frühzeitig mit Anwendungskontexten vernetzt und stärker an gesellschaftlichen Problemen ausrichtet. Begleitet wird dies von einer erhöhten Rechenschaftspflicht, die in regelmäßigen Evaluationen zum Ausdruck kommt, sowie einer Zunahme des wissenschaftlichen Wettbewerbs um Ressourcen und Aufmerksamkeit.