Autor.in: Peer Pasternack

Ein Vierteljahrhundert später. Zur politischen Geschichte der DDR‐Wissenschaft

Auch 25 Jahre nach ihrem Ende weckt die Hoch­schul- und Wissen­schafts­ge­schichte der DDR nicht nur das Inter­esse der Zeit­zeugen, sondern auch von seiner­zeit an ihr Nicht­be­teilig­ten. Davon zeugt nicht zu­letzt die Viel­zahl ein­schlägiger Disser­tationen von Nach­wuchs­wis­sen­schaft­lerInnen. Wie lebendig dieses Themenfeld ist, ver­deutlicht der Schwerpunkt dieses Heftes. Dafür wurden Autor­innen und Autoren von jüngeren Unter­suchungen ein­ge­laden, ihre zentralen Er­geb­nisse zu­sam­men­zu­fas­sen. Der Themen­schwer­punkt präsentiert mithin einen Quer­schnitt durch aktuelle Forschungen zur DDR-Hochschul- und Wis­sen­schafts­ge­schich­te, deren Themen nach wie vor nicht er­schöpft sind.

Studieren und bleiben. Berufseinstieg internationaler HochschulabsolventInnen in Deutschland 

Die Zahl der internationalen Studierenden in Deutschland wächst seit einigen Jahren deutlich. Rund zwei Drittel von diesen würden gerne in Deutschland bleiben und arbeiten. Zugleich zeichnet sich in bestimmten Bereichen ein Fachkräftemangel ab. Einige der Nachwuchsprobleme könnten gelöst werden, wenn es gelänge, einen Teil der internationalen Studierenden für einen Verbleib nach dem Studienabschluss zu gewinnen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss zunächst eine Sachaufklärung erfolgen. Deren Ergebnisse sind in einem zweiten Schritt für die Entwicklung eines Handlungsprogrammes fruchtbar zu machen. Beides leistet in komprimierter und praxisbezogener Form die Handreichung.

Diverses. Heterogenität an der Hochschule

Diese Ausgabe der „hochschule“ widmet sich neben der Be­handlung be­kannter Hetero­genitäts­indi­katoren einigen selten ver­handelten As­pekten von Hetero­genität. Sie stellt so den zahl­reichen Ver­öf­fent­lich­ungen zum Thema eine Auf­satz­sammlung zur Seite, die „gängige“ Fahr­rinnen ver­lässt. Neben der ana­lytischen Er­schließ­ung von Hetero­genität werden auch Fragen der Hand­lungsmög­lich­keiten be­handelt. Dabei be­rück­sichtigen die ein­genommenen Perspek­tiven auf Hoch­schule vor allem reale Ge­geben­heiten und weniger ideal ge­dachte Konstellationen.

Hochschulforschung von innen und seitwärts Sichtachsen durch ein Forschungsfeld

Der Wissen­schafts­rat hat im April ein Papier zur Hoch­schul- und Wissen­schafts­forschung pub­li­ziert. Im Vor­feld dazu hat­te sich die Hoch­schul­forschung mit analytischen Selbst­be­schreibungen posi­tioniert. Im Nach­gang lagen Kom­mentare des Wissen­schaftsrats-­Papiers nahe. Zur Jahres­tagung der Gesell­schaft für Hoch­schul­forschung in Dortmund vom 25.-27.6.2014 liegen die Texte nun gedruckt vor.

Mission possible. Gesellschaftliche Verantwortung ostdeutscher Hochschulen: Entwicklungschance im demografischen Wandel

Der demografische Wandel vollzieht sich regional selektiv und mit unterschiedlicher Intensität. Daraus ergibt sich eine Polarisierung in demografische Schrump­fungs­gebiete einerseits und Wachstumszonen bzw. -inseln andererseits. Zu den Einrichtungen die im Vergleich institutionell sehr stabil sind zählen die Hochschulen. Sie verbürgen zudem Innovation und Zukunftsfähigkeit und können zur Bearbeitung demografisch induzierter Herausforderungen beitragen. Wie sie dies bereits heute tun und welche Möglichkeiten sie darüber hinaus haben, ist im Auftrag des Beauftragten der Bundesregierung für die Neuen Länder untersucht worden.Eine daraus entstandene Handreichung präsentiert die wesentlichen Ergebnisse, übersichtlich sortiert nach den fünf demografischen und regionalen Heraus­forderungen: geringe Fertilität, Alterung, Abwanderung, wirtschaftlich und WEITERLESEN →

Überregional basierte Regionalität. Hochschulbeiträge zur Entwicklung demografisch herausgeforderter RegionenKommentierte Thesen

Jenseits der Metropole Berlin (mit Potsdam) sind von den 45 Hochschulen in ost­deutschen Flächen­ländern bis­lang drei Universitäten als ganze – d.h. nicht allein in einzelnen Be­reichen – so leistungs­stark, dass sie auf eine vor­rangig über­regionale Orientierung setzen könnten: TU Dresden, Uni­versität Leipzig und Friedrich-Schil­ler-Universität Jena. Für rund 40 Hoch­schulen da­gegen be­steht ggf. die Möglichkeit, einzelne – mancher­orts be­reits vor­handene – exzellente Fach­ge­biete zu stabilisieren und zu ent­wickeln. Hier liegt es dann nahe, dass der Exzellenz­orientierung in Teil­bereichen die Regional­option mindestens gleich­be­rechtigt zur Seite tritt. Hinzu kommt, dass 20 der ost­deutschen Hoch­schulen Fach­hoch­schulen sind, und diese waren ohne­hin vor­nehmlich im Blick WEITERLESEN →

die hochschule 2/2013

Die Ausgabe der „hochschule“ vereint Aufsätze u.a. zu Fragen des Hochschulmanagements, der Studienorganisation sowie der DDR-Hochschulgeschichte.

Berufsfelder im Professionalisierungsprozess. Geschlechtsspezifische Chancen und Risiken

Die Soziale Arbeit, die Betreuung von Klein­kindern und die Geburts­hilfe durch Hebammen und Geburts­helfer sind Tätig­keits­felder, die eines gemein haben: Sie sind Gegen­stand von Be­mühungen um eine Pro­fes­sionalisierung. Im Zen­trum der Pro­fes­sionalisierungs­bemühungen steht die Etablierung neuer Studien­an­gebote. Diese zielt nicht nur auf eine Qualitäts­steigerungen in der beruflichen Praxis, sondern ver­folgt zwei weitere Ziele: eine Attraktivierung der je­weiligen Berufe für potentielle Berufs­ein­steiger/innen und die Status­verbes­serungen für die im je­weiligen Feld Tätigen.

Vom ‚mütterlichen‘ Beruf zur gestuften Professionalisierung. Ausbildungen für die frühkindliche Pädagogik

Die Handreichung präsentiert grif­fig und niedrig­schwellig zentrale Themen der Qualitäts­ent­wicklung und Profes­sionalisierung im Bereich der früh­kindlichen Bildung. In­halte sind die kurven­reiche Profes­sionalisierungs­geschichte der Früh­pädagogik seit dem 19. Jahr­hundert, die Früh­pädagogik in Deutschland im europäischen Ver­gleich, Profes­sionalisierung und Berufs­rollen­viel­falt, die Auf­wertung eines ‚Frauen­berufs‘, die Teil­akademisierung der Früh­pädagogik, ein Ver­gleich der ein­schlägigen Fach­schul- und Hoch­schul­aus­bildungen, Kompetenz­orientierung, die Theorie-Praxis-Verflechtung in den Aus­bildungen, die Kriterien der individuellen Ent­scheidung für den richtigen Aus­bildungs­gang, Berufs­zu­frieden­heit, die Kosten der Akademisierung des Erzieher/innen-Berufs und die quantitativen Geschlechter­verhält­nisse in der Früh­pädagogik.

Regional gekoppelte Hochschulen. Die Potenziale von Forschung und Lehre für demografisch herausgeforderte Regionen

Hoch­schul­ressourcen haben eine zentrale Be­deutung für die Regional­ent­wicklung: Sie stellen hoch­quali­fizierte Arbeits­kräfte be­reit, können system-, prozess- und produkt­bezogenes Problem­lösungs­wissen er­zeugen und ihre Sitz­regionen an die globalen Wissens­ströme an­schließen. Damit sind sie eine zentrale Vor­aus­setzung, um die Resonanz­fähigkeit ihrer Regionen für wissens­basierte Ent­wicklungen zu ver­bessern bzw. zu er­halten. Da aber Regional- und Hoch­schul­entwicklungen unter­schiedlich getaktet sind, d.h. jeweils eigenen Funktions­logiken folgen, kommt ein Zusammen­hang zwischen Regional- und Hoch­schul­ent­wicklung nicht zwingend und nicht um­stands­los zu­stande. Er muss viel­mehr durch die aktive Ge­staltung von förderlichen Kontexten her­ge­stellt werden. Dies ist Gegen­stand der Bei­träge dieser Hand­reichung. In drei Kapiteln („Forschung und Inno­vation“, „Bildung und WEITERLESEN →