Journal

Berufsfelder im Professionalisierungsprozess. Geschlechtsspezifische Chancen und Risiken

Die Soziale Arbeit, die Betreuung von Klein­kindern und die Geburts­hilfe durch Hebammen und Geburts­helfer sind Tätig­keits­felder, die eines gemein haben: Sie sind Gegen­stand von Be­mühungen um eine Pro­fes­sionalisierung. Im Zen­trum der Pro­fes­sionalisierungs­bemühungen steht die Etablierung neuer Studien­an­gebote. Diese zielt nicht nur auf eine Qualitäts­steigerungen in der beruflichen Praxis, sondern ver­folgt zwei weitere Ziele: eine Attraktivierung der je­weiligen Berufe für potentielle Berufs­ein­steiger/innen und die Status­verbes­serungen für die im je­weiligen Feld Tätigen.

Wettbewerb und Hochschulen

Wettbewerb hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einer Leitvorstellung im Hochschulbereich entwickelt. Nicht nur im hochschulpolitischen Diskurs rangiert er unter den zentralen Topoi, sondern auch in der Praxis: Immer mehr Verfahren werden eingesetzt, die einen Wettbewerb zwischen und in den Hochschulen zu erzeugen suchen, der für Effizienz-, Leistungs- und Qualitätsgewinne sorgen soll. Den vielfältigen Erscheinungen und verschiedenartigen Aspekten des Wettbewerbs im Hochschulbereich widmete sich die sechste Jahrestagung der Gesellschaft für Hochschulforschung in Wittenberg, die das Institut für Hochschulforschung (HoF) in Wittenberg vom 11. bis 13. Mai 2011 ausgerichtet hatte. Die neue Ausgabe der „hochschule“ präsentiert eine Auswahl von 17 Beiträgen, die das Spektrum des Feldes abbilden. Sie lassen sich zu fünf thematischen Blöcken gruppieren, die den Aufbau dieses Sammelbandes bestimmen.

Weltoffen von innen? Wissenschaft mit Migrationshintergrund

Mit jeder Karrierestufe nimmt der Anteil von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit Migrationshintergrund ab. Das neue Heft der Zeitschrift „die hochschule“ untersucht die multivariablen Gründe für diese Barrieren und diskutiert erste Ansätze für mehr Chancengerechtigkeit im deutschen Wissenschaftssystem.

Disziplinäre Zugänge zur Hochschulforschung

Die Hochschulforschung stellt ein multidisziplinäres Forschungsfeld dar. Das neue „die hochschule“-Heft stellt grundlegend die disziplinären Zugänge der Erziehungs-, Geschichts-, Rechts-, Politik- und Wirtschaftswissenschaft sowie der Psychologie und Soziologie zur Hochschulforschung vor. Dieses Themenheft mit Handbuchcharakter wird herausgegeben von Edith Braun, Katharina Kloke und Christian Schneijderberg.

Hochschulföderalismus

Das neue Heft der Zeitschrift „die hochschule“ bilanziert die Folgen der Föderalismusreform für den Hochschulbereich. Geschärft wird diese Bestandsaufnahme durch eine international vergleichende Perspektive, die exemplarisch die deutschen Entwicklungen mit den Föderalismusmodellen in Kanada und der Schweiz kontrastiert.

Hochschulkapazitäten – historisch, juristisch, praktisch

Das neue „die hochschule“-Heft widmet sich Hochschulkapazitätsfragen aus historischer, soziologischer, juristischer und ländervergleichender Sicht. Die Autorinnen und Autoren werfen einen Blick auf die bisherige Praxis und diskutieren die Entwicklung künftiger Modalitäten. Herausgegeben wird dieses Heft von Carsten Würmann und Karin Zimmermann.

Innovation und Kreativität an Hochschulen

2009 war – vom Europäischen Parlament und dem Rat der Europäischen Union so ausgerufen – das „Europäische Jahr der Kreativität und Innovation“. Entsprechend stellte die Gesellschaft für Hochschulforschung ihre Jahrestagung 2009, die im April an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer stattfand, unter das Thema „Innovation und Kreativität an Hochschulen: Ihre Bedeutung für Lehre, Organisation und Forschung“. Eine Auswahl der Beiträge wird im Themenschwerpunkt dieses Heftes publiziert, wobei alle drei Dimensionen – Lehre, Organisation, Forschung – repräsentiert sind.

Zwischen Intervention und Eigensinn. Sonderaspekte der Bologna-Reform

Hinsichtlich des Bologna-Prozesses lassen sich zwei Dinge festhalten: Zum einen ist die Einführungsphase der Studienstrukturreform aktuell im Begriff, zum Abschluss zu gelangen. Damit ergibt sich die Chance, in die Bologna-Reparatur-Phase zu wechseln. Weil zum anderen fast jede Bologna-Folgekonferenz den bereits bestehenden zusätzliche Ziele hinzufügte, sind den ursprünglichen Zentralanliegen des Bologna-Prozesses unterdessen eine Reihe von Sonderaspekten zur Seite getreten. Diese stehen häufig nicht im Mittelpunkt der Reformaufmerksamkeit, werden teils ‚nebenher’ mit bearbeitet, teils allein von Interessengruppen vorangetrieben. Das vorliegende Heft „Zwischen Intervention und Eigensinn. Sonderaspekte der Bologna-Reform“ widmet sich in neun Einzelbeiträgen genau solchen Aspekten, die sonst eher am Rande verhandelt werden.

Hochschulen in kritischen Kontexten

Das neue „die hochschule“-Heft „Hochschule in kritischen Kontexten. Forschung und Lehre in den ostdeutschen Regionen“ führt mit neun Einzelbeiträgen unterschiedliche Forschungsperspektiven zu Forschung und Lehre in den ostdeutschen Bundesländern zusammen. Kontexte der Hochschulentwicklung sind gesellschaftliche Strukturen, das wirtschaftliche Umfeld und kulturelle Rahmenbedingungen, aber auch demografische Entwicklungen oder außerhochschulische Wissenschaftsstrukturen. Aktuell unterliegen diese Kontexte in Ostdeutschland – und mittelfristig auch in Gesamtdeutschland – einem Prozess, der unter dem Begriff der „Schrumpfung“ (genauer: der Schrumpfung der Bevölkerungszahlen) zusammengefasst wird. Das wiederum bedeutet für Hochschulen mehr, als es die landläufige Fokussierung auf die Größe künftiger Studienanfängerkohorten nage legt. Es verändert einerseits die Entwicklungskontexte der Hochschulen; andererseits steigt die Bedeutung der Hochschulen für regionale Entwicklungen.

Aufbruch und Scheitern privater Hochschulen in internationaler Perspektive

Das neue Themenheft „Private Hochschulen – Private Higher Education“ der Zeitschrift „die hochschule“ stellt in neun Einzelbeiträgen überblicksartig Forschungsergebnisse zur Entwicklung privater Hochschulen vor. Dabei werden nicht nur einzelne Länder in den Blick genommen, sondern es geht auch um weltweite und regionale Entwicklungstrends.