Heft: 2003

Warten auf Gender Mainstreaming. Gleichstellungspolitik im Hochschulbereich

Gleich­stellungs­politik ist kein neues Thema im Hoch­schul­be­reich; neu sind hin­gegen die Strategien, die zum Ziel der Gleich­stellung führen sollen. Etikettiert werden diese Strategien mit modern und profes­sionell klingenden Be­griffen, die aller­dings dem inte­res­sierten Publikum weitgehend unbekannt sind. Mag das Konzept “Gender Main­streaming” mittler­weile einiger­maßen geläufig sein, so stoßen Be­griffs­konstruktionen wie “Managing Diversity”, “Gender Mentoring” oder gar “Gender Impact Assessment” zumeist auf Un­kenntnis. Hier tut Auf­klärung not. Die Ver­mitt­lung von gleich­stellungs­politischem Reform­vokabular ist aber nur das eine, das andere ist die Analyse der Chancen, Risiken und Neben­wirkungen dieser neuen Strategien der Gleich­stellungs­politik. Beides hat sich dieses Heft zur Auf­gabe gemacht.

Grenzüberschreitungen. Internationalisierung im Hochschulbereich

Inter­nationa­lisie­rung ist an sich kein neues Thema im Politik­feld Hoch­schule, aber die Ent­wicklungen der letzten Zeit, Stich­wörter hier­zu sind GATS (General Agreement on Trade in Services), und der fort­schreitende sog. Bologna-Prozess, der ins­besondere eine “Harmonisierung” der Studien­gänge in Europa forciert, drücken das Thema weiter­hin nach ganz oben auf die hoch­schul­politische Tages­ordnung.

Jenseits der – zwangs­läufig recht ober­flächlichen – tages­politischen Dis­kussion werden in den Beiträgen dieses Heftes zum Themen­schwer­punkt “Grenz­über­schreitungen – Inter­nationa­lisie­rung im Hoch­schul­be­reich” ver­schiedene Probleme der Europäisie­rung, Inter­nationa­lisie­rung und Globa­li­sier­ung aus der Per­spektive der Hoch­schul­forschung wie auch der Hoch­schul­praxis ein­gehend er­örtert.