Hochschulorganisation

Administrationslasten. Die Zunahme organisatorischer Anforderungen an den Hochschulen: Ursachen und Auswege

Die Wahrnehmungen des Hochschulpersonals sind durch zweierlei geprägt: Entstaatlichungen habe neue Bürokratieanforderungen gebracht, und die Verwaltung der strukturierten Bologna-Studiengänge ginge gleichfalls mit neuen Belastungen einher. Eine neue HoF-Handreichung widmet sich den Ursachen dessen und Optionen für Problembearbeitungen. Die Hochschulen reagieren auf steigende Administrationslasten vor allem auf zwei Wegen: durch die Einführung von Hochschulmanagementstrukturen neben der herkömmlichen Verwaltung und durch die Weiterentwicklung digitaler Assistenzsysteme. So könne, lautet die Begründung, Leistung und Qualität gesteigert werden, indem das wissenschaftliche Personal entlastet werde. Dennoch erhöht sich aber auch der Zeitverbrauch für organisatorischen Aufwand, der auf Seiten des wissenschaftlichen Personals entsteht. Das wiederum mindert die WEITERLESEN →

Einszweivierpunktnull. Digitalisierung von Hochschule als Organisationsproblem – Folge 1

Digitalisierung verändert das Zusammenleben auf sozialer, politischer und wirtschaftlicher Ebene. Diese Medienrevolution, die sich mit der Durchsetzung der Wissensgesellschaft verbindet, stellt die Organisation Hochschule vor neuartige Herausforderungen. Wie dabei die Organisation die Digitalisierung limitiert bzw. die Digitalisierung Organisationswandel erfordert – diese Fragen stehen 2017 im Mittelpunkt der beiden Hefte der „hochschule“. Zentral ist die ganzheitliche Betrachtung elektronischer Hochschulökosysteme, die eingebettet wird einerseits in den Rahmen eines sich digital entgrenzenden Wissenschaftssystems, andererseits in die Betrachtung der Hochschule als ‚schwieriger‘ Organisation. Inhalt EINSZWEIVIERPUNKTNULLDIGITALISIERUNG VON HOCHSCHULE ALS ORGANISATIONSPROBLEM FORUM GESCHICHTE PUBLIKATIONEN

Gestaltung von Hochschulorganisation. Über Mög­lich­keiten und Un­mög­lich­keiten, Hoch­schulen zu steuern

Bislang eine erstaun­lich ver­nach­lässigte Frage­stellung der Hoch­schul­forschung: Wie sind Hoch­schulen intern orga­nisiert und wie funktioniert ihre Binnen­steuerung? Wenn Fragen der Hoch­schul­orga­ni­sation dis­kutiert wurden, dann in Hin­blick auf Leitungs­strukturen und Kontrakt­ma­nage­ment; andere formale und informelle Aspekte der Hoch­schul­orga­ni­sation blieben da­gegen weit­gehend unter­be­lichtet.

In dem Themen­schwer­punkt dieses Hefts liegt der Fokus auf dieser ver­nachlässigten Binnen­per­spektive der Hoch­schule als Orga­ni­sation. Im Grunde handeln alle Bei­träge des Themen­hefts von den Möglich­keiten und Un­möglich­keiten, Hoch­schulen von innen heraus zu steuern. In drei Ab­schnitte können die Auf­sätze im Themen­schwer­punkt ein­ge­teilt werden: Erstens wird das Steuerungs­problem aus der orga­ni­sations­theoretischen Per­spektive dis­kutiert. Zweitens be­schäftigen sich einige AutorInnen mit speziellen Problemen der Orga­ni­sations­gestaltung, wie dem Zu­sammen­hang von Hoch­schul­ma­nage­ment, Budgetierung und Orga­ni­sations­strukturen. Drittens werden Geschichte, Gegen­wart und Reform­bei­spiele der Fakultäts­gliederung und Fach­bereichs­schneidung vorgestellt.