Professionalisierung

Wissenstransfer (in) der Sozialen Arbeit. Zur Produktivität wissenschaftlicher Vermittlungs- und Transfervorstellungen

Die gesell­schaft­liche Wirkmächtigkeit der Wissenschaft beginnt nicht erst dort, wo von Hochschul­politik und Wissenschaftsmanage­ment der Transfer wissenschaftlichen Wis­sens in praktische Handlungs­­felder aktiv befördert wird. Vielmehr ist sie der Hoch­­schul­bildung vielmehr inhärent. Am Beispiel der Sozialen Arbeit zeigt der Themenschwerpunkt der aktuellen Ausgabe der „hochschule“, ob und wie sich die Transformation von theoretischem in ein praxis- und handlungsbezogenes Wissen vollzieht. Beleuchtet werden dabei auch die Gründe für die vielfältigen Grenzen des Trans­fers und der aktiven Einwirkung der Wissenschaft auf die Praxis gesellschaftlicher Handlungsfelder.

Prozesse der Akademisierung. Zu Gegenständen, Wirkmechanismen und Folgen hochschulischer Bildung

Das Schwerpunktheft der „hochschule“ zur Akademisierung zeigt, wie auf verschiedenen Ebenen des Hochschulsystems mit der Bildungsexpansion nicht nur umgegangen, sondern diese auch genutzt und sogar selbst gefördert wird – nicht zuletzt dadurch, immer neue Themenfelder zu erschließen und zum Gegenstand eines akademischen, letztlich curricularisierbaren Interesses zu erheben. Dies bleibt nicht ohne Rückwirkungen auf die beruflichen Handlungsfelder.

die hochschule 1/2019

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „die hochschule“ vereint Aufsätze u.a. zu Fragen der wissenschaftsbezogenen Krisenkommunikation, der Messung von Professionalisierung, den Trends der Hochschulfinanzierung sowie der Hochschul- und Wissenschaftsgeschichte.

Berufsfelder im Professionalisierungsprozess. Geschlechtsspezifische Chancen und Risiken

Die Soziale Arbeit, die Betreuung von Klein­kindern und die Geburts­hilfe durch Hebammen und Geburts­helfer sind Tätig­keits­felder, die eines gemein haben: Sie sind Gegen­stand von Be­mühungen um eine Pro­fes­sionalisierung. Im Zen­trum der Pro­fes­sionalisierungs­bemühungen steht die Etablierung neuer Studien­an­gebote. Diese zielt nicht nur auf eine Qualitäts­steigerungen in der beruflichen Praxis, sondern ver­folgt zwei weitere Ziele: eine Attraktivierung der je­weiligen Berufe für potentielle Berufs­ein­steiger/innen und die Status­verbes­serungen für die im je­weiligen Feld Tätigen.

Vom ‚mütterlichen‘ Beruf zur gestuften Professionalisierung. Ausbildungen für die frühkindliche Pädagogik

Die Handreichung präsentiert grif­fig und niedrig­schwellig zentrale Themen der Qualitäts­ent­wicklung und Profes­sionalisierung im Bereich der früh­kindlichen Bildung. In­halte sind die kurven­reiche Profes­sionalisierungs­geschichte der Früh­pädagogik seit dem 19. Jahr­hundert, die Früh­pädagogik in Deutschland im europäischen Ver­gleich, Profes­sionalisierung und Berufs­rollen­viel­falt, die Auf­wertung eines ‚Frauen­berufs‘, die Teil­akademisierung der Früh­pädagogik, ein Ver­gleich der ein­schlägigen Fach­schul- und Hoch­schul­aus­bildungen, Kompetenz­orientierung, die Theorie-Praxis-Verflechtung in den Aus­bildungen, die Kriterien der individuellen Ent­scheidung für den richtigen Aus­bildungs­gang, Berufs­zu­frieden­heit, die Kosten der Akademisierung des Erzieher/innen-Berufs und die quantitativen Geschlechter­verhält­nisse in der Früh­pädagogik.

Hochschule und Profession

Das Heft 1/2005 will eine profes­sionalisierungs­theoretische Diskussion im Kontext der Hochschul­forschung anstoßen. Bislang haben professions­soziologische Analysen kaum Eingang in die Debatte um Hoch­schulen und ihre Reformen gefunden. Dies scheint aber aus zweierlei Gründen notwendig. Zum einen bedarf es dringend einer Kritik des hochschul­politischen Profes­sionalisierungs­jargons. Denn im Kontext der ein­ge­leiteten Struktur­veränderungen im deutschen Hochschul­wesen scheint die Be­rufung auf den Profes­sionalisierungs­begriff einem Legitimations­interesse geschuldet. Die klassischen soziologischen Modelle einer profes­sionalisierten Berufs­praxis werden dabei geradezu konterkariert: die geplanten Reformen, die regelmäßig als Profes­sionalisierung der Hochschulen ge­priesen werden, sind auf alles andere ge­richtet als auf die Stärkung einer profes­sions­ethisch gebundenen, eigen­logischen, beruflich autonomen Handlungs­sphäre von Forschung und Lehre.