Administrationslasten. Die Zunahme organisatorischer Anforderungen an den Hochschulen: Ursachen und Auswege

Die Wahrnehmungen des Hochschulpersonals sind durch zweierlei geprägt: Entstaatlichungen habe neue Bürokratieanforderungen gebracht, und die Verwaltung der strukturierten Bologna-Studiengänge ginge gleichfalls mit neuen Belastungen einher. Eine neue HoF-Handreichung widmet sich den Ursachen dessen und Optionen für Problembearbeitungen. Die Hochschulen reagieren auf steigende Administrationslasten vor allem auf zwei Wegen: durch die Einführung von Hochschulmanagementstrukturen neben der herkömmlichen Verwaltung und durch die Weiterentwicklung digitaler Assistenzsysteme. So könne, lautet die Begründung, Leistung und Qualität gesteigert werden, indem das wissenschaftliche Personal entlastet werde. Dennoch erhöht sich aber auch der Zeitverbrauch für organisatorischen Aufwand, der auf Seiten des wissenschaftlichen Personals entsteht. Das wiederum mindert die WEITERLESEN →

Arbeit an den Grenzen. Internes und externes Schnittstellenmanagement an Hochschulen

Innen und Außen des Hoch­schul­sys­tems stel­len eine sehr mani­feste Grenze dar. Da bei­de je­doch über Fi­nan­zie­rung, Recht­set­zung, Legi­ti­ma­ti­ons­be­dar­fe und zer­ti­fi­kats­ge­bun­dene Be­rechtigungs­struk­tur­en struk­turell ge­kop­pelt sind, ist diese Gren­ze zu be­wirt­schaf­ten. Das ge­schieht, wie auch sonst, kon­flikt­haft: in der Gegen­über­stel­lung von Ge­sell­schaft und Wiss­en­schaft, in der Kon­kur­renz von Quali­täts- und Re­le­vanz­orien­tierung der Wis­sen­schaft und den wahl­weise ver- oder ent­schärfenden Be­mühungen, diese An­ord­nungen steuernd in den Griff zu be­kom­men. Wie die Be­wirt­schaf­tung der Binnen- und Außen­gren­zen an Hoch­schulen ge- und miss­lingt, be­han­delt die neue Aus­ga­be der „hoch­schule“.Digitalisierung verändert das Zusammen­leben auf so­zi­a­ler, po­li­ti­scher und wirt­schaft­licher Ebene. Die­se Medien­re­vo­lu­tion, die sich mit der Durch­setzung der Wis­sens­ge­sell­schaft ver­bin­det, stellt die Or­ga­ni­sa­tion Hoch­schule vor neu­artige Her­aus­for­derungen. Wie da­bei die Or­ga­ni­sa­tion die Di­gi­ta­li­sierung limi­tiert bzw. die Di­gi­ta­li­sierung Or­ga­ni­sa­tions­wan­del er­for­dert, steht im Mit­tel­punkt der neu­en „hoch­schule“. Zen­tral ist die ganz­heit­liche Be­trach­tung elek­tro­nischer Hoch­schulöko­sys­teme, die ein­gebet­tet wird einer­seits in den Rah­men eines sich digital ent­gren­zen­den Wis­sen­schafts­sys­tems, an­derer­seits in die Be­trach­tung der Hoch­schu­le als ‚schwie­riger‘ Or­ga­ni­sation.

Einszweivierpunktnull. Digitalisierung von Hochschule als Organisationsproblem – Folge 2

Digitalisierung verändert das Zusammen­leben auf so­zi­a­ler, po­li­ti­scher und wirt­schaft­licher Ebene. Die­se Medien­re­vo­lu­tion, die sich mit der Durch­setzung der Wis­sens­ge­sell­schaft ver­bin­det, stellt die Or­ga­ni­sa­tion Hoch­schule vor neu­artige Her­aus­for­derungen. Wie da­bei die Or­ga­ni­sa­tion die Di­gi­ta­li­sierung limi­tiert bzw. die Di­gi­ta­li­sierung Or­ga­ni­sa­tions­wan­del er­for­dert, steht im Mit­tel­punkt der neu­en „hoch­schule“. Zen­tral ist die ganz­heit­liche Be­trach­tung elek­tro­nischer Hoch­schulöko­sys­teme, die ein­gebet­tet wird einer­seits in den Rah­men eines sich digital ent­gren­zen­den Wis­sen­schafts­sys­tems, an­derer­seits in die Be­trach­tung der Hoch­schu­le als ‚schwie­riger‘ Or­ga­ni­sation.

Hochschulsystemfinanzierung. Wegweiser durch die Mittelströme

Die Finanzierung des Hochschulsystems ist mehr als die Finanzierung der Hochschulen, und die Finanzierung der Hochschulen selbst wiederum ist komplexer als gemeinhin angenommen. Die Finanzierungsquellen sind heterogen, und ihre Abbildung in Statistiken ist nicht immer transparenzfördernd. Neben den unmittelbaren institutionellen Förderungen gibt es programmgebundene und neben den konsumtiven die investiven Ausgaben. Neben den Bundesländern als Hochschulträgern sind weitere Mittelgeber an der Hochschulfinanzierung beteiligt. Mit Institutionen wie Studentenwerken, DAAD oder Alexander von Humboldt-Stiftung gibt es hochschulunterstützende Einrichtungen. Auch werden individuelle Förderungen ausgereicht. Schließlich gibt es eine Reihe von Sonderfinanzierungstatbeständen: Hochschulmedizin, der Bund als Träger von Bundeshochschulen oder geldwerte Lehrleistungen, die von WEITERLESEN →

Einszweivierpunktnull. Digitalisierung von Hochschule als Organisationsproblem – Folge 1

Digitalisierung verändert das Zusammenleben auf sozialer, politischer und wirtschaftlicher Ebene. Diese Medienrevolution, die sich mit der Durchsetzung der Wissensgesellschaft verbindet, stellt die Organisation Hochschule vor neuartige Herausforderungen. Wie dabei die Organisation die Digitalisierung limitiert bzw. die Digitalisierung Organisationswandel erfordert – diese Fragen stehen 2017 im Mittelpunkt der beiden Hefte der „hochschule“. Zentral ist die ganzheitliche Betrachtung elektronischer Hochschulökosysteme, die eingebettet wird einerseits in den Rahmen eines sich digital entgrenzenden Wissenschaftssystems, andererseits in die Betrachtung der Hochschule als ‚schwieriger‘ Organisation. Inhalt EINSZWEIVIERPUNKTNULLDIGITALISIERUNG VON HOCHSCHULE ALS ORGANISATIONSPROBLEM FORUM GESCHICHTE PUBLIKATIONEN

Akademische Freiheit. ‚Core Value’ in Forschung, Lehre und Studium

Akademische Freiheit gehört zu den ‚core values‘ von Hochschulen. Sie bildet einen zentralen berufsethischen Referenzpunkt in Forschung, Lehre und Studium. Da die akademische Freiheit jedoch nicht immer umfassend gelten kann und in komplexen Situationen oftmals strapaziert werden muss, bleibt sie stets in der Diskussion: Trotz langer Tradition ist sie in der konkreten Auslegung umstritten – und wird immer wieder als bedroht erlebt. Dies gilt nicht zuletzt im Kontext des Bologna-Prozesses, bei Fragen der Finanzierung oder der institutionellen und inneren Unabhängigkeit. Diesem Spannungsfeld widmet sich diese Ausgabe der „hochschule“. Inhalt AKADEMISCHE FREIHEIT. ‚CORE VALUE‘ IN FORSCHUNG, LEHRE UND STUDIUM FORUM GESCHICHTE WEITERLESEN →

Gestaltende Hochschulen. Beiträge und Entwicklungen der Third Mission

Hoch­schulen pro­du­zieren über ihre Kern­mis­sio­nen in Leh­re und For­schung hin­aus wert­volle Bei­träge für die Ge­sell­schaft. Die­sen Leistungen der Hoch­schulen – ihrer Third Mis­sion – wid­met sich das ge­mein­sam vom HoF und CHE her­aus­ge­gebene Heft der „hoch­schule“. Be­leuch­tet wer­den zum einen die ver­än­der­ten Rah­men­be­din­gungen des Wis­sen­schafts­sys­tems, die eine grö­ßere Re­sonanz­fähig­keit der Hoch­schulen für ge­sell­schaft­liche Auf­gaben er­forder­lich machen. Zum anderen wei­sen bis­herige Ver­suche, die Third Mis­sion von Hoch­schulen zu er­fas­sen, große De­fi­zite auf. Daher werden Mög­lich­keiten son­diert, die­se Leis­tungen bes­ser zu do­ku­men­tieren und für Be­wer­tungen zu­gäng­lich zu machen.

Third Mission bilanzieren. Die dritte Aufgabe der Hochschulen und ihre öffentliche Kommunikation

Im BMBF-Projekt zur Third Mission und ihrer Kommunikation (BeMission) ist eine Handreichung erstellt worden. Sie liefert praxisorientiert zweierlei: ein Konzept der Third Mission und ein Modell zu ihrer (regelmäßigen) Bilanzierung.Zunächst werden die Unterscheidungskriterien erläutert, nach denen hochschulische Aktivitäten der Third Mission oder anderen Handlungsfeldern zuzuordnen sind. Darauf aufbauend wird das Modell einer Third-Mission-Bilanz entwickelt. Dessen Leitgedanke ist: Eine weitere Berichterstattung, die zusätzliche Bürokratielasten mit sich bringt, sollte vermieden werden. Daher wird ein möglichst aufwandsarmes Berichterstattungsformat benötigt. Entsprechend behandelt die Handreichung unter anderem die Möglichkeiten der Datenkompilation und die diesbezüglich bestehenden technischen Voraussetzungen an Hochschulen. Das Ergebnis ist ein an die WEITERLESEN →

Tabus und Tabuverletzungen an Hochschulen

Tabus bezeichnen das Unberührbare, Verbotene, Nicht-Thematisierbare. Sie dienen der Herausbildung und Sicherung von Identität wie der Aufrechterhaltung einer bestimmten sozialen Ordnung. Entsprechend werden Tabuverletzungen zumeist über sozialen Ausschluss sanktioniert. Tabus finden sich auch im Wissenschafts- und Hochschulbereich. Hier wird nicht zuletzt das Abweichen von Normen tabuisiert, die als grundlegend für das Funktionieren beider Bereiche erachtet werden ‒ sei es der institutionalisierte Skeptizismus oder die Bewertung wissenschaftlicher Forschung unabhängig von den sozialen Merkmalen der Forschenden.

Ein Vierteljahrhundert später. Zur politischen Geschichte der DDR‐Wissenschaft

Auch 25 Jahre nach ihrem Ende weckt die Hoch­schul- und Wissen­schafts­ge­schichte der DDR nicht nur das Inter­esse der Zeit­zeugen, sondern auch von seiner­zeit an ihr Nicht­be­teilig­ten. Davon zeugt nicht zu­letzt die Viel­zahl ein­schlägiger Disser­tationen von Nach­wuchs­wis­sen­schaft­lerInnen. Wie lebendig dieses Themenfeld ist, ver­deutlicht der Schwerpunkt dieses Heftes. Dafür wurden Autor­innen und Autoren von jüngeren Unter­suchungen ein­ge­laden, ihre zentralen Er­geb­nisse zu­sam­men­zu­fas­sen. Der Themen­schwer­punkt präsentiert mithin einen Quer­schnitt durch aktuelle Forschungen zur DDR-Hochschul- und Wis­sen­schafts­ge­schich­te, deren Themen nach wie vor nicht er­schöpft sind.